Wir sind endlich wieder unterwegs. Diesmal geht es nach Süden. Wir wollen nach Griechenland über Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien,Serbien, Nordmazedonien. Wir sind sehr gespannt auf das Kommende.
Vorher wollen wir aber liebe Menschen besuchen, die wir lange nicht gesehen haben und auf dem Weg wohnen.
Zum Übernachten nutzen wir die App Landvergnügen. Damit können wir auf Bauernhöfen übernachten.
Wir lernen nette Menschen und ihre Arbeit kennen und können uns ausserdem mit frischen Landlebensmitteln eindecken.
Los geht´s
Los ging es bei heißen 41 Grad. Das schreckte uns nicht ab, denn wir wußten ja, dass es auch noch heißer werden kann.
Der erste Tag war nur zum Fahren gedacht. Übernachtet haben wir auf einem Bauernhof in der Nähe von Gardelegen. Der Hof hatte Rinder und Alpakas. Es war eine ruhige Nacht.
Heute wollten wir uns die längste Burganlage der Welt ansehen. Die liegt im kleinen Städtchen Burghausen.
Als wir aufstanden, regnete es schon in Strömen. Für die Natur war es natürlich ein Segen, für unsere Unternehmung nicht. Im Regen wollten wir nicht durch die Stadt laufen. Also entschieden wir uns gleich für den Übernachtungsplatz. Das war auch gut so, denn der Regen hörte nicht auf. Diesmal stellten wir das Auto auf einer Alpakaranch ab.
Am späten Nachmittag hörte der Regen auf und wir konnten uns ein wenig auf dem Hof umsehen. Bei einem netten Gespräch mit dem Hofbesitzer erfuhren wir Einiges über seine Arbeit und die Alpakas. Im Hofladen kaufte ich mir ein Paar Handschuhe aus reiner Alpakawolle. Da sollten meine Hände im Winter endlich mal warm sein.
Da es gestern so geregnet hatte, haben wir unseren Besuch in Burghausen auf heute verschoben. Das war auch gut so, denn das Wetter war traumhaft, Sonne pur.
In Burghausen steht die längste Burg der Welt. Sie zieht sich über einen Kilometer lang. Von hier oben hat man auch einen sehr guten Blick auf die Stadt.
Nach unserer Besichtigung fuhren wir nach Waging am See. Dort wohnen Freunde von uns, die wir lange nicht gesehen hatten. Wir verbrachten einen schönen Nachmittag mit ihnen.
Bevor wir Freunde in Haigermoos besuchen wollten, machten wir einen Abstecher ins Schönramer Filz. Das ist ein Moorgebiet. Dort gibt es einige Geocaches, die wir heben wollten. Als wir unseren 2.Cache loggten, trafen wir auf eine andere Cacher-Familie. Wir schlossen uns zusammen und suchten gemeinsam. Es war eine nette Runde. Wir hatten viel Spaß.
Nun ging es weiter zu unseren Freunden, mit denen wir 2014 gemeinsam in Marokko waren. Wir hatten einen sehr schönen Nachmittag und Abend.
Weiter ging es zum Katschberg, wo wir 4 Jahre Gearbeitet haben. Aber so schnell kamen wir nicht fort, denn wir mussten erst noch etwas reparieren. Zum Glück entdeckten wir es noch vor der Abfahrt, so dass uns der Freund noch helfen konnte. So konnten wir auch erst recht spät losfahren. Daraufhin änderten wir unsere Pläne und fuhren nun direkt auf den von uns ausgesuchten Bauernhof zur Übernachtung anstatt auf den Katschberg.
Es wird immer später mit der Abreise. Heute wurden wir von unseren Nachbarn aufgehalten. Wir machten noch ein Schwätzchen, was sich dann ein wenig in die Länge zog. Aber wir waren ja nicht in Eile, denn wir hatten nichts weiter vor. Wir wollten nur ein paar Teile besorgen, um den Auspuff der Standheitzung zu reparieren.
Nachdem wir alles besorgt hatten, suchten wir uns ein schönes Plätzchen zum Übernachten. Wir hatten schon etwas im Kopf. Dort angekommen, machten wir uns an die Reparatur. Als wir so am Werkeln waren, kamen 2x Einheimische vorbei und fragten uns, ob wir hier übernachten wollten. Das war ein Zeichen, es nicht zu tun. So fuhren wir woanders hin.
Bevor wir auf die Straniger Alm fuhren wollten wir noch unsere alte Wirkungsstätte am Katschberg besuchen. Es hat sich nicht viel verändert, nur, dass jetzt dort wo früher unser Landy stand ein 2. Personalhaus gebaut wurde. Wir plauderten mit Guggi über vergangene Zeiten und die schöne Zeit hier oben. Gegen Mittag machten wir uns dann auf den Weg.
Wir fuhren bergauf und bergab bis wir nicht mehr weiter kamen, also wieder zurück und einen neuen Weg suchen. Aber auch da wurden wir ausgebremst, denn der Weg auf die Alm war für unser Auto gesperrt. Damit war unser Plan dahin. Wir mussten uns nun etwas Anderes suchen. Da wir morgen in die Schlucht bei Treviso wollten fuhren wir also schon einmal in die Richtung. Auf dem Nassfeldpass schlugen wir unser Lager auf. Es ist traumhaft schön hier und es stört sich auch Keiner daran, dass wir hier stehen.
Ihr werdet es nicht glauben, aber wir haben heute das erste Mal in diesem Jahr ein Weihnachtslied gehört. Ja, nur noch 4 Monate dann ist Heiligabend. Wir denken jetzt aber noch nicht an Weihnachten.
Heute fuhren wir in die Orrido dello Slizza ( Slizza-Schlucht). Viel Wasser gab es nicht, denn die Trockenheit hat auch hier zugeschlagen. Aber beeindruckend war es trotzdem und anstrengend, die Treppen unterschiedlich hoch. Die Wurzeln der Bäume ragten in die Wege. Wenn man nicht aufpasste, konnte man schnell ins Stolpern kommen. Zu mindestens war es nicht heiß, denn die Bäume spendeten gut Schatten und der Wind tat sein Übriges. Am Ende der Tour belohnten wir uns noch mit einem Geocache.
Unseren heutige Nachtplatz wählten wir an einem kleinen Flüsschen.
Heute wollten wir über den Stol-Pass. Es ging auf engen Wegen bergauf und bergab. Uns hätte keiner entgegenkommen dürfen. Wir wären nicht aneinander vorbeigekommen. Das Wetter war sehr wechselhaft. Zum Glück hat es nicht geregnet. Womöglich wären wir dann den Berg herunter geschlittert. So war zum Glück nur teilweise Nebel, der sich aber lichtete, je höher wir kamen. Unterwegs mussten wir dann auch mal ein Ziegengatter öffnen, um durchfahren zu können. Aber das scheint hier oben ganz normal zu sein.
Die Nacht verbrachten wir mal auf einem Campingplatz, von dem wir enttäuscht waren, denn das Preis-Leistungsverhältnis stimmte nicht, überteuerter Platz mit wenig Angeboten. Na ja, da müssen wir die nächsten Nächte wieder draußen schlafen.
Morgen wollen wir wieder offroad durch die Gegend fahren.
Offroad ging es durch die Wälder Sloveniens. Ein-, zweimal verfuhren wir uns auch mal, kamen am Ende aber immer ans Ziel.
Heute wollten wir dann auch ein wenig Kultur machen, eine Höhlenburg besuchen. Diese diente Erasmus als Zuflucht vor der Todesstrafe. Er wurde belagert und versucht aus zu hungern. Dies gelang jedoch nicht, denn er konnte sich durch unterirdische Gänge versorgen.
Nicht weit von der Burg befindet sich die Weberhöhle, benannt nach einem Stalagmit, der an einen Weber erinnert. Dieser wurde zu Stein, weil er am Sonntag gearbeitet hat. Wir hatten vor, in die Höhle zu steigen, ließen es aber sein, weil der Einstieg einfach zu schwer war.
Das letzte Highlite für heute war eine natürliche Steinbrücke. Der Fluss oder das Flüsschen darunter war schon ausgetrocknet.
Unser Nachtlager schlugen wir mitten im Wald auf. Es kam auch ein Forstarbeiter vorbei. Wir dachten schon, dass er uns „verscheuchen“ wollte. Nein, er meinte wir können ruhig hier stehen bleiben. So genossen wir unseren Abend im Freien.
Heute wollten wir nur fahren. Es waren keine Ausflüge geplant. So fuhren wir durch die Wälder auf Rappelpisten nach Kroatien. Dort deckten wir uns mit Obst und Gemüse ein und besorgten uns eine SIM-Karte. Die Frau am Kiosk verstand kein Englisch. Aber irgendwie kamen wir und sie zurecht. Ein älterer Herr, der auch etwas kaufen wollte, war uns behilflich. Er konnte etwas englisch. Wir kauften eine Karte und dachten so, dass diese doch recht teuer war. Aber als wir sie aktivierten, erhielten wir 80 GB dazu geschenkt. Am Ende hatten wir auch wieder 100 GB für wenig Geld. In Dt. hätten wir dafür das Vierfache bezahlt. In Sachen Internet sind uns die „rückschrittlichen Staaten“ weit voraus.
Bevor wir uns einen Stellplatz suchten, fuhren wir noch an die Tankstelle. Wir stellten fest, dass es 2 verschiedene Dieselsäulen mit unterschiedlichen Preisen gab. Ein LKW-Fahrer erklärte uns den Unterschied, der Preis. Also tankten wir den billigeren Diesel.
Die Suche nach einem geeigneten Schlafplatz gestaltete sich heute etwas schwierig. Wir fuhren 2 Plätze an, zögerten und fuhren weiter. Aber auch der 3.Platz war nicht geeignet, denn er befand sich unmittelbar vor einem Grundstück. Am Ende fuhren wir auf den 1.Platz und hatten unsere Ruhe.
Heute waren 2 Lost Places geplant. Wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein los. Doch dann überraschte uns ein Unwetter. Es regnete wie aus Eimern und dann kam auch noch Hagel dazu. Die Hagelkörner waren ganz schön groß. Wir dachten, dass sie uns Beulen ins Dach drückten. Aber zum Glück nicht. Als wir an Titos Villa, bzw. der Schranke hinauf ankamen, war alles vorbei. So konnten wir trockenen Fußes hinauf laufen.
Es gab nur eine Strasse hinauf und die war so schmal, dass keine 2 Autos aneinander vorbei gekommen wären. Aber das war wohl Absicht. Die Villa ist sehr heruntergekommen. Tito selber war nur ganz selten dort. Hohe Beamte nutzten die Villa für Partys. Später wurde sie noch eine Zeit lang von Rangers in Schuss gehalten, bis diese raus gingen.
Der 2. Lost Places waren die Kavernen von Zeljava. Als wir dort ankamen, staunten wir nicht schlecht, denn dort waren Massen von Leuten. Wir schauten uns nur schnell um und sahen zu, dass wir von hier wieder wegkamen. Wir suchten und fanden einen schönen Rastplatz für die Nacht und genossen den Abend bis es dunkel wurde.
Der nächste Drehort eines Winnetou- Films war heute unser Ziel Aber erst einmal wurde gemütlich gefrühstückt. Gestärkt fuhren wir los.
Die Strecke führte auch heute über normale Strassen aber auch Schotterpisten. Die Landschaft sah aus wie das weite Land in Amerika, die Schafe liefen frei herum, Es gab keinen Zaun, traumhaft.
Auf dem Weg dorthin gab es auch einen „Feigen-Drive-In“. Wir pflückten die reifen Feigen und kosteten auch schon einmal, lecker. Wenn wir nicht diese Schotterpiste gefahren wären, hätten wir die Feigen nie gesehen.
Am „Drehort“ machten wir unsere Fotos. Wir sahen zu, dass wir nicht allzu lange blieben, denn es hatte 44 Grad. Aber den Geocache mussten wir noch mitnehmen.
Wir beschlossen Richtung Küste weiterzufahren, um uns ein wenig abzukühlen. Wir parkten an einem See und sprangen dann ins Wasser, herrlich. Wir machten es uns gemütlich, wuschen unsere Wäsche und ließen den Tag bei einem Glas Wein aus klingen.
Sind heute zeitig aufgestanden, da wir nicht riskieren wollten, erwischt zu werden, denn gestern hat noch einer der abfahrenden Badegäste gefragt, ob wir noch fahren. Frühstücken wollten wir unterwegs.
Wir wollten über den Mali-Alan-Pass. Da oben wurden etliche Filme von Winnetou gedreht. Als wir jedoch an die Passstraße kamen, stand dort ein Durchfahrtsverbotsschild. Ja, was nun. Hier kamen wir nicht weiter. Wir frühstückten erst einmal und wollten dann weiter sehen. Dundee googelte, was das Schild bedeutete. Es war nur eine Empfehlung, nicht weiter zufahren. Das sollte verhindern, dass „einfache“ Fahrzeuge da hochfuhren, denn die Straße wurde weiter oben zur Schotterpiste, nicht gut für normale PKWs.
Wir beschlossen hoch zu fahren. Das ging für uns einfach. Die Landschaft hier war sehr schön. Man konnte sich in die Filme reinversetzen. Auch wenn wir nur langsam voran kamen, war es ein Erlebnis.
Auf der anderen Seite füllten wir noch unsere Wasserreserven an einer Quelle auf, an der auch die Einheimischen Wasser tankten. Zur gleichen Zeit wollten 2 Männer 400l tanken. Sie holten Wasser für 4 Haushalte für ca.1 Monat.
Zum Übernachten fuhren wir wieder auf den Platz von vor 2 Tagen.
Heute haben wir gemütlich im Freien gefrühstückt, bevor wir nach Bosnien einreisen wollten. Die Einreise war ziemlich unkompliziert, wobei wir noch etwas bangen musste, denn ich habe meinen Pass nicht dabei. Ich habe nicht daran gedacht, dass Bossnien kein EU-Land ist. Aber es gin ganz unkompliziert. Montenegro und Albanien aktzepieren auch den Personalausweis. Zum Glück, sonst wäre unsere Reise hier zu Ende.
In Bihac kauften wir eine Sim-Karte, damit wir wieder Online waren. Auch hier kann man für kleines Geld viel bekommen.
Danach fuhren wir in den Una-Nationalpark. Die Anreise war etwas holprig. Aber das mögen wir ja. Die Wasserfälle waren wieder einmal beeindruckend und vor allem nicht so überlaufen wie die Plivicer Wasserfälle.
Da wir nicht mehr weiterfahren wollten, suchten wir uns einen Campingplatz, direkt am Fluss, um den Tag ausklingen zu lassen. Wir dachten, dass wir uns im Fluss abkühlen konnten. Aber das war dann doch etwas zu kalt.
Kochen wollten wir heute auch nicht mehr. Wir hatten gelesen, dass man für kleines Geld gut Forelle und Cevapcici essen kann, was wir auch taten, lecker.
Wir fuhren weiter nach Süden. Auf dem Weg entdeckten wir zufällig eine schöne Schlucht. Dort hielten wir an. Unsere Campingnachbarn trafen wir dort auch wieder. Sie hatten kein konkretes Ziel. So kann man auch reisen.
Weiter ging´s. Allerdings haben wir uns kurz geärgert, denn Dundee ist etwas zu schnell gefahren und wurde geblitzt. Wir haben nachgelesen, was passieren kann, nicht viel. Bei kleineren „Vergehen“ passiert nichts, hoffentlich.
Auch wieder zufällig endeckt, einen kleinen See. Wollten eine Runde gehen, doch da entdeckten wir, dass Dundee seinen Hut im Camp liegen gelassen hat. Er hatte ihn zum Abendessen mitgenommen und unter den Tisch gelegt. Da liegt er wahrscheinlich immer noch. Nun war uns die Lust am Spazieren vergangen. Wir fuhren weiter zu den Wassermühlen und anschließend auf einen Campingplatz. Es war ein Kleiner direkt an der Straße, aber sehr sauber.
Wir saßen vor dem Auto und genossen die Stille. Dundee sah sich mein Bein an. Ich bin vor 3 Tagen beim Baden unglücklich gefallen und habe mir eine tiefe Wunde zugezogen. Ringsherum ist es rot geworden, sodass wir beschlossen, morgen ins Krankenhaus zu fahren. Der Platzbesitzer hat uns seine Hilfe angeboten, die wir nutzen werden.
Ganz gemütlich frühstückten wir und machten uns fertig für die Weiterfahrt. Heute sollte die Strecke etwas länger sein. Wir fuhren zum islamischen Felsenkloster. Als wir dort ankamen, war alles mit Touris übersät. Na das hätten wir uns auch denken können, denn es ist ein Touristenmagnet. Wir sahen zu, dass wir so schnell wie möglich hier wieder weg kamen, zumal es glühend heiß war, 41 Grad.
Weiter ging es nun zu den Wasserfällen von Kravici. Es ging immer am Fluss entlang. Die Landschaft erinnerte uns an den Gardasee. Da fährt man auch kilometerweit am Wasser entlang und durch etliche Tunnel.
Die Einfahrt zum Park und auch zum Camp war nicht leicht zu finden. Nach einigen Malen hin und her kamen wir endlich am Haupteingang an. Wir mussten das Ticket für die Wasserfälle kaufen und wurden dann durchgelassen. Der Platz war schon recht gut belegt. Na ja, so spät wie heute waren, waren wir noch nie. Wir quetschten uns irgendwo dazwischen. Erst einmal gönnten wir uns ein kühles Radler.
Nach dem Essen kühlten wir uns ab und wuschen uns den Staub ab. Dundee versuchte es im Fluss. Das war ziemlich frisch. Da ich ja noch den Verband am Bein hatte, musste ich unter die Dusche. Diese war auch nicht viel wärmer und stand im Freien, so dass ich mit Badeanzug drunter hüpfen musste.
Zum Abschluss des Tages drehten wir noch eine Runde zu den Wasserfällen. Diese hatten wir fast für uns alleine, weil die Tagesbesucher alle schon weg waren.
Morgen werden wir gleich nach dem Aufstehen zu den Wasserfällen gehen, bevor die Massen kommen.
Heute früh hatten wir die Wasserfälle für uns alleine. Wir konnten Fotos ohne Menschenmassen machen. Es war ungeheuer still und die Luft war klar und noch nicht so heiß.
Nach unserem Spaziergang frühstückten wir in aller Ruhe und sahen uns meine Wunde an. Diese sah nicht gut aus, so dass wir beschlossen, ins nächste Krankenhaus zu fahren. Da wir nicht weiter nach Süden fahren wollten, lag das nächste Krankenhaus für uns 150 km weit in Split.
Kurz hinter der Grenze versuchten wir es schon einmal in einem privaten Krankenhaus. Dort zeigten wir das Foto von der Wunde und sie sagten uns, dass sie diese nicht behandeln können, warum auch immer. Also fuhren wir weiter.
Nun ging es immer an der Küste entlang. Es erinnerte ein wenig an die Almalfiküste in Italien. Es wurde immer später, so dass wir beschlossen, einen Campingplatz zu suchen und morgen erst ins Krankenhaus zu fahren.
Campingplätze gibt es hier genug, allerdings sind diese sehr teuer, auch wenn es jetzt Nebensaison ist. Wir suchten uns einen Campingplatz in der Nähe mit Akzeptanz unserer Campingcard. Dort angekommen wurden wir ein wenig geschockt. Die Karte gilt erst ab dem 06.09. und die billigste Übernachtung kostet 60,-€. Aber es blieb uns nichts anderes übrig. Wir machten das Beste draus, gingen gepflegt duschen und genossen den Abend vor unserem Auto.
Wir stellten wieder einmal fest, dass wir nicht hierher gehören. Unser Auto ist auch hier auf dem Platz ein Exot. Alle, die vorbei gingen staunten und zogen lange Gesichter.
Nach dem Frühstück fuhren wir nach Split ins Krankenhaus. In der Notaufnahme saßen ziemlich viele Leute. Das konnte dauern. Wir meldeten uns an und gingen in den Wartebereich. Es dauerte keine halbe Stunde da wurde ich aufgerufen. Ein Assistent schaute sich die Wunde an, desinfizierte sie und wartete auf den Doc. Dieser rümpfte die Nase, denn die Wunde roch schon etwas streng. Er machte sich daran, die Wunde vom entzündeten Gewebe zu befreien. Das war nicht wenig. Ich bekam noch einen „schicken“ Verband und wurde mit einem Rezept für Antibiotika entlassen. Morgen soll ich noch einmal zur Kontrolle kommen. Nach 2 Stunden waren wir wieder draußen. Das wäre in Dt. eine Sensation.
Nun suchten wir uns einen Campingplatz in der Nähe, bei Trogir. Wir bekamen einen Platz mit Aussicht aufs Wasser. Der Preis war auch Ok. Wir haben nette Nachbarn, die auch schon etwas herumgekommen sind. So hatten wir ein gemeinsames Thema und quatschten eine Weile.
Morgen fahren wir dann noch einmal nach Split ins Krankenhaus und danach langsam nach Hause. Je nachdem wie es mir geht, werden wir auch noch den ein oder anderen Stopp einlegen.
Wir fuhren wieder nach Split ins Krankenhaus zur Kontrolle. Wir dachten, am Sonntag ist nicht so viel los und es würde schnell gehen. Falsch gedacht. Es saßen viele Leute in der Notaufnahme. Es dauerte auch wieder 2 ½ Stunden, dann waren wir raus.
Nun sollte es nach Zadar gehen. Da es aber schon spät war, beschlossen wir nach einem Rastplatz zu suchen. Auf der Strecke gab es einen Fotopoint. Wir dachten, dass man da evtl. übernachten könnte. Da waren aber noch zu viele Leute. Aber von hier oben konnte man einige Plätze sehen, die in Frage kommen könnten. Wir fuhren also nach unten. Immer an der Küste entlang, auf einer ziemlichen Holperpiste. Es war sehr eng. Autos durften uns nicht entgegenkommen, aber es kamen welche, sogar einfache PKWs. Wir fragten uns, wie die wohl da runtergekommen sind. Nach langem Suchen fanden wir das geeignete Plätzchen.
Wir sahen zu, dass wir recht zügig von hier weg kamen, denn es war schon sehr lebhaft hier, Jogger, Hundebesitzer u.u.u Wir fuhren nach Zadar. Unterwegs wollten wir unsere Pfanddosen los werden. Das gestaltete sich recht schwierig. Als wir an den Lidl-Pfandautomaten kamen, standen dort schon viele Leute mit vollen Einkaufskörben und mindestens 3 großen Müllbeuteln mit Flaschen und Dosen. Wir hätten bestimmt eine dreiviertel Stunde gestanden, bis wir unsere Dosen losgeworden wären. Also fuhren wir weiter. In der nächsten Filiale sah es nicht anders aus. Wir fragten uns, wieso so viele Menschen so viele Flaschen und Dosen sammeln konnten. Die müssen ja über einen Monat gesammelt haben. Wir recherchierten und fanden heraus, dass die Leute in die Touristenregionen fahren und dort die Pfandflaschen und -dosen einsammeln, die die Touristen stehen und liegen lassen.
In Zadar hatten wir uns einen Campingplatz ausgesucht. Als wir dort ankamen, verschlug es uns die Sprache. Die wollten für eine Nacht 95,-€. Das war dann doch ein wenig zu viel. Haben die goldene Kloschüsseln. Ich wollte nicht den Platz kaufen. Wir suchten uns eine andere Möglichkeit. Das war nicht so einfach. Hier in der Region gab es viele Plätze, aber alle ähnlich teuer.
Doch dann kam Dundee eine Idee und er fand ein abgelegenes Flugfeld. Da sollte es doch eine Möglichkeit geben, frei zu stehen. Als wir dort ankamen, war es wirklich verweist, aber auch sehr schmutzig und zugemölt. Dort hat jeder seinen Dreck und Müll abgelagert. Da will man nicht bleiben. Zum Glück gab es rechts und links Wege in den „Wald“. Das Wasser war auch nicht weit. Wir versuchten ans Wasser zu kommen und siehe da, andere hatten auch diese Idee. Dort standen mehrere Camper und nicht erst seit heute. Dann können wir uns ja auch dazu stellen.
Später kam eine Camperin aus Hamburg zu uns und wir führten ein nettes Gespräch. Später warnte sie uns, davor, dass die Polizei kommen könnte, weil der Einheimische sich mit dem Österreicher gestritten hat. Er reiste auch wenige Augenblicke danach ab.
Wir überlegten, ob wir nicht abreisen sollten. Taten es nicht. Ein wenig Bammel hatten wir schon, denn Freistehen ist nicht erlaubt und wird mit hohen Strafen belegt. Wir sind guter Hoffnung, dass keiner kommt.
Wir standen sehr zeitig auf, denn wir hatten einen langen Weg vor uns. Wir wollten zu einem Freund auf den Campingplatz in der Nähe von Rabac. Es ging immer an der Küste entlang und es war sehr kurvig. Da kann man schon mal seekrank werden. Aber wir sind ja seefest.
Kurz vor dem Ziel versuchten wir noch einmal, unsere Dosen los zu werden. Auch hier waren wieder Pfandsammler an den Automaten. Aber diesmal hatten wir Glück. Die Frau vor uns hatte einen ihrer 3 Säcke gerade entleert und ließ uns vor.
Bevor wir in den Laden gingen, trafen wir andere Camper. Wir kamen ins Gespräch und gaben ihnen einige Tipps für ihren Trip nach Süden, Übernachtungen und Winnetou-Schauplätze.
Die Strasse führte uns weiter an der Küste entlang. Vor uns fuhr ein Linienbus. Es stiegen Leute an den unmöglichsten Stellen aus, weit und breit kein Haus. Wir fragten uns wo sie denn hin wollen.
Die Anfahrt zum Campingplatz war ziemlich steil und schmal. Hermann erwartete uns schon an der Rezeption. Den Nachmittag und Abend verbrachten wir gemütlich zusammen und sprachen über alte Zeiten.
Wir verabschiedeten uns von unseren Freunden und fuhren Richtung Heimat. Heute wollten wir bis zum Nassfeldpass kommen. Wir fuhren in den Regen hinein. Auf dem Pass stellten wir uns in die hinterste Ecke. Ich nutzte die Regenpause aus, um einen Geocache zu suchen. Den Abend verbrachten wir aufgrund des Regens im Auto.
So zeitig wie heute sind wir auf dieser Tour noch nie losgefahren. Wir wollten ja auch einige Kilometer fahren. Bei strömenden Regen fuhren wir los. Der Regen hörte nicht auf, bis Salzburg. Das Wetter wurde immer besser. Es kam sogar die Sonne raus.
Für die Übernachtung hatten wir und einen Biohof rausgesucht. Dort konnten wir auf eine Streuobstwiese stellen. Es war ein toller Platz und wir waren ganz alleine dort, keiner weit und breit.
Später kam noch die „Chefin“ vorbei und wir unterhielten uns sehr nett.
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